Sechs Tipps zur Bestandsoptimierung

Haben Sie sich schon mit der datenbasierten Bestandsoptimierung für Ihr Unternehmen beschäftigt? Das optimale Management Ihrer Bestände sorgt für die nötige Flexibilität, um aktuelle Herausforderungen für Ihr Unternehmen zu meistern. Selbstverständlich sind Ihre Produkte der Kern Ihrer unternehmerischen Tätigkeit. Ziel ist es dabei, mit der Bestandsoptimierung Ihre Produkte in der optimalen Geschwindigkeit und dem richtigen Preis in bare Münze umzuwandeln. In diesem Blogbeitrag geben wir Ihnen sechs Tipps an die Hand, um Ihre Bestandsplanung und ihr Bestandsmanagement effektiver zu gestalten:

Wie kann Ihr Unternehmen den Lagerbestand richtig optimieren?

Die Basis der Bestandsoptimierung bildet, die richtige Menge an Kapital in die richtigen Produkte zu investieren. Dabei muss sowohl die aktuelle als auch die zukünftige Nachfrage berücksichtigt werden. Nur so können Sie das Risiko von Überbeständen, die unnötig Kapital binden sowie Stock-Outs, die die Kundenzufriedenheit beeinträchtigen, verringern. Das klingt scheinbar leicht, ist aber schwer zu erreichen und noch schwerer zu halten.

Sechs Schritte zur Bestandsoptimierung, die Sie unbedingt beachten sollten:

Inhaltsverzeichnis:

Schritt 1 – Artikelklassifizierung
Schritt 2 – Sicherheitsbestand
Schritt 3 – Prognosen und Bestellungen
Schritt 4 – Ressourcen im Unternehmen
Schritt 5 – Aktionspläne
Schritt 6 – Technologie und Werkzeuge

Schritt 1 – Artikelklassifizierung

Jeder Artikel in Ihrem Lagerbestand muss in überschaubare Kategorien eingeteilt werden. Beispiele für solche Kategorien sind „veraltet“, „überschüssig“ oder „Arbeitsvorrat“. Sobald Sie sich in diesen Kategorien bewegen, werden diese noch weiter klassifiziert. Diese Klassifizierung gibt vor, wie sie bei der Festlegung von Bestandsrichtlinien behandelt werden.

Wir bei NETSTOCK sind der Meinung, dass man den Bestand nicht allein anhand des Verkaufswerts klassifizieren kann. Aus diesem Grund haben wir ein zweites Kriterium eingeführt, das die Verkaufsgeschwindigkeit berücksichtigt. Ein Artikel kann einen geringen Wert haben, jedoch eine hohe Verkaufsgeschwindigkeit aufweisen. Der Grund für diese Geschwindigkeit kann sein, dass der Artikel in vielen Fertigproduktbaugruppen verwendet wird oder es handelt sich um ein generell beliebten Verkaufsartikel sein. Dieser Artikel wird in einem Standard-ABC (Verkaufswert) nicht als wichtig angezeigt, in unserer Matrix wird diese zweite wichtige Klassifizierung jedoch berechnet. Mehr Informationen dazu finden Sie in diesem Blogartikel.

Die Verwendung von Artikelklassifizierungen ermöglicht es Ihnen, sich auf kritische Punkte innerhalb Ihres Bestands zu konzentrieren, die Ihre sofortige Aufmerksamkeit erfordern.

Schritt 2 – Sicherheitsbestand

Im zweiten Schritt schaffen wir die Grundlage für einen dynamischen Sicherheitsbestand. Das ist zu Ihrer Absicherung des Lagerbestandes dringend nötig. Die Festlegung des Sicherheitsbestands sollte auf Artikelebene erfolgen. Sie sollten davon absehen, einen pauschalen Prozentsatz für den gesamten Bestand festzulegen. Ein pauschaler Ansatz wird zwar noch von vielen Systeme angewendet, jedoch ist dieser heute nicht mehr gut genug. Der große Nachteil ist, dass so viel Kapital gebunden wird. Außerdem kann so nicht auf die Artikel selbst eingegangen werden, bei denen dies dringend erforderlich wäre. Mehr Informationen zum Thema Sicherheitsbestand haben wir in diesem Artikel für Sie zusammengefasst.

Schritt 3 – Prognosen und Bestellungen

Für lagerführende Unternehmen ist die Bedarfsprognose einer der Hauptgründe für die Ermöglichung der intelligenten Bestellentscheidungen. Diese Prognosen stellen jedoch eine große Herausforderung dar: Im saisonalen Geschäft sowie bedingt durch Marktschwankungen sind exakte Prognosen nur schwer zu realisieren. Ebenso ist für Unternehmen schwieriger, die ständig neue Artikel in ihren Bestand aufzunehmen.

Der Einsatz einer Software, die diese Herausforderung übernimmt, verhilft Ihnen zu einer zuverlässigen Prognosegenauigkeit. Trotzdem haben Sie weiterhin die Möglichkeit, manuell einzugreifen, wenn Sie weitere, spezielle Erkenntnisse berücksichtigen müssen oder Sie können die vom System bereitgestellten Empfehlungen verwenden.

Die Bestellung nach einer Faustformel, wie zum Beispiel die Bestellung eines bestimmten Artikels im Rhythmus von drei Wochen, ist keine effiziente Art für Ihren Bestellprozess. Die Verwendung statistischer Formeln, die genaue Verkaufsprognosen, Produktions- oder Einkaufsvorlaufzeiten, Fertigungspläne und Service-Level-Daten für jeden Lagerartikel einbeziehen, führt in jedem Fall zu genaueren Bestellungen.

Schritt 4 – Nutzen Sie die vorhandenen Ressourcen im Unternehmen!

Vermeiden Sie den Fehler, alle Entscheidungen dem Bestandsplaner oder dem Supply Chain Manager allein zu überlassen. So kann Ihnen keine straffe und genaue Bestandsverwaltung gelingen. Obwohl Sie die endgültige Entscheidung treffen müssen, ist es wichtig, andere Personen im Unternehmen mit einzubeziehen.

Beispielsweise ist Ihre Vertriebsabteilung näher an Ihrem Kunden und kann mehr Informationen über zukünftige Abverkäufe beisteuern. Ihre Marketingabteilung kennt die Branchentrends und kann daher ebenfalls wertvolle Erkenntnisse liefern. Kombinieren Sie Erkenntnisse aus verschiedenen Wissenssilos, um umfassendere Einblicke für Ihre Bestandsplanung zu erhalten. Stellen Sie auch sicher, dass die unterschiedlichen Abteilungen im Austausch stehen und zusammenarbeiten.

Schritt 5 – Aktionspläne

Selbst wenn Sie die in diesem Beitrag erklärten Prozesse befolgen, wird es trotzdem Zeiten geben, in denen Sie entweder einen Fehlbestand oder einen Überbestand haben. Wir haben Richtlinien an der Hand, um diese Risiken zu mindern. Mehr dazu können Sie in unserem Beitrag über die Hauptgründe für Fehlbestände nachlesen und erhalten so weitere Tipps.

Bestandsverluste können auch zu erheblichen finanziellen Belastungen führen, wenn sie unentdeckt bleiben. Daher ist die physische Zählung Ihrer Bestände eine Möglichkeit, um Sicherheit zu bieten und so eine saubere Bilanz zu gewährleisten. Ebenso kann veraltetes oder beschädigte Ware zu ernsthaften Problemen in Ihrem Unternehmen führen. Beachten Sie das für Ihre künftige Bestandsoptimierung. Weiterführende Informationen haben wir in diesem Artikel für Sie zusammengestellt.

Schritt 6 – Technologie und Werkzeuge

Viele Unternehmen entscheiden sich für Tabellenkalkulationen, da diese als gängige Lösung gelten. Diese eigenen sich für viele Zwecke hervorragend, jedoch gehört die Verwaltung optimaler Lagerbestände nicht dazu (mehr dazu in diesem Beitrag –  Greifen Sie zu einer zweckmäßigeren Lösung: Diese sollte anpassbar, fähig und relevant für Ihr Unternehmen sein, um das Risiko zu minimieren und gleichzeitig die Effizienz zu maximieren.)

Das Wichtigste auf einen Blick:

Ein schlechtes Bestandsmanagement wirkt sich auf Ihren Kundenservice, die Arbeitsmoral und Produktivität Ihrer Mitarbeiter und letztlich selbstverständlich auf Ihren Gewinn aus. Deswegen sollten Sie die Zeit und den Aufwand in die Bestandsoptimierung investieren, um Ihr Unternehmen auf eine neue Stufe zu heben.

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