Die Wahl des richtigen Warenwirtschaftssystems

Ein typisches Szenario: Ihr Unternehmen führt Bestände, um die Nachfrage des Kunden zu befriedigen. Egal wie viel Zeit Sie investieren um die perfekten Bestellmengen zu berechnen:

  • Sie haben wiederholt Fehlmengen auf Artikeln mit hoher Nachfrage, die für Ihren Umsatz und den finanziellen Erfolg Ihrer Firma unabdingbar sind
  • Niemand kauft Ihnen Ihr staubbedecktes Lagerkapital in Form von Überschuss aus dem Lager ab, egal wie oft Sie den Preis dieser Artikel senken

Die meisten System bietet nur ein einfache Darstellung dessen, was Sie wo in welchem Lager haben. Weitreichende Analysen oder Hinweise zur Problemlösung finden Sie auch in den komplexeren System eher selten.

Einige nutzen „Min“ und „Max“ Grenzen, um die Bestellmengen zu ermitteln. Vielleicht fragen Sie sich, wie diese Grenzen festgelegt oder benutzt werden. Fehlbestände oder Überschuss werden nicht reduziert. Auch hier können Sie sich fragen, wieviel Überschuss Sie eigentlich haben und was für einen Umsatzverlust für Ihr Unternehmen dadurch entsteht. Die Ansicht des „Überschuss aller verkauften Artikel in den letzten 12 Monaten“ wird Ihnen da leider keine weitere Einsicht liefern.

Fakt ist: Der Bestand ist aus dem Gleichgewicht und nichts was Sie unternehmen löst diese zwei Probleme. Beides kostet Sie Geld und Sie sollten die Anschaffung eines Lagerbestandssystems bzw Warenwirtschaftssystems erwägen.

Stellen Sie sich die Frage, ob Sie sich so ein System leisten können? Oder kommt vielleicht die Frage auf, ob Sie es sich leisten können, so ein System nicht zu nutzen? Sucht man bei Google nach diesen Systemen, gehen die Treffer in die Millionen. Hier ist von kostenlos bis zu mehreren Millionen Euro auch jeder Preis vertreten.

Zum Start muss definiert werden, welche Funktionen überhaupt gebraucht werden. In dem vorherigen Artikel Bestandsführung gegenüber Bestandsaufnahme? gibt es einige Richtlinien, an denen Sie sich orientieren können. Sobald der Funktionsumfang festgesteckt ist, können Sie sich die bestehnden Lösungen genauer anschauen.

Die Auswahl ist riesig. Es gibt Einzelplatzlösungen, oder komplexe Unternehmenslösungen.

Typische Unternehmenslösungen

Diese Systeme wurden dazu entwicklelt, den komplexen Bereich und die Probleme der Lagerverwaltung abzubilden. Sie sind teuer, sehr komplex zu installieren, brauchen einen gewisse Zeit um implementiert zu werden und erfodern oft eine IT-Abteilung für den Support.

Sie werden das Gefühl haben, das Sie zusätzliches Personal einstellen müssen, nur um mit diesem System zu arbeiten – wenn Sie dies bei der Demonstation der unzähligen Funktionen erwähnen wird Ihnen versichert, dass Schulungen jeden Mitarbeiter genügend vorbereiten.

Neben den zusätzlichen Servern, den Software-Lizenzen und den monatlichen Gebühren wird es auch Folgekosten für Aktualisierungen geben, um die Software auf dem aktuellen Stand zu halten. Weigern Sie sich, diese neuen Version zu kaufen haben Sie über kurz oder lang ein „nicht mehr unterstütztes System“. Keine schöne Situation!

Neue Mitarbeiter müssen erst angelernt werden und auch die bereits geschulten Mitarbeiter müssen regelmäßig eine Auffrischung erhalten, um die Software in vollem Umfang nutzen zu können.

Schauen wir uns das mal ein weniger genauer an. Ist das wirklich die Antwort?

  • Niemand bestreitet, dass das Thema sehr komplex ist, vor allem wenn man am Ende nahezu perfekte Ergebnisse haben will
  • Auch wenn Sie sich die Referenzen angeguckt haben, hängt Ihre Entscheidung oftmals von den Versprechungen der Vertriebsmitarbeiter ab
  • Ein komplexes System kann die nötigen Mechanismen mitbringen, um außergewöhnliche Resultate zu erzielen
  • Aber für außergewöhnliche Resultate erfordern komplexe System außergewöhnliche Mitarbeiter
  • Diese Abhängigkeit von außergewöhnlichen Leuten kann niemanden zufrieden stellen. Diese Leute müssen auch erst einmal gefunden werden.
  • Wenn sich die Mitarbeiter mit einem komplexen System nicht wohl fühlen, werden sie es auch nicht nutzen!
  • Ob ein System überhaupt für Ihr Unternehmen geeignet ist, sehen Sie erst sehr spät in der Phase der Implementierung. Hier haben Sie dann schon einen Punkt erreicht, an dem man gezwungen ist, mit dem System zu arbeiten
  • Der eigentliche Grund warum wir ein Lager haben müssen ist der, dass der Markt komplexe und unsicher ist. Eine perfekte Lösung gibt es nicht. In der Praxis wird eine 80%ige Lösung als perfekte Lösung angesehen.
  • Es tritt das Gesetz des abnehmeneden Ertrags in Kraft. Der Zeitaufwand für das Streben nach der perfekten Lösung kann in den meisten Fällen nicht gerechtfertigt werden und hätte zur Durchführung der nächst-wichtigsten Aktivität genutzt werden sollen

Die Lösung ist ein System zu nutzen, was gewöhnlichen Leute außergewöhnliche Ergebnisse liefert

Betrachten wir es mal aus einer anderen Perspektive

  • Eine 80% Lösung ist eine große Verbesserung für die meisten Firmen
  • Ein System, dass als 80% Lösung ausgelegt ist, wird viel einfacher zur bedienen sein
  • Das Training wird weniger komplex sein und eine Mischung aus Webinar, Online-Videos und Support-Chat reicht aus, dass Ihre Mitarbeiter auch außergewöhnliche (80%) Ergebnisse erzielen.
  • Warum große Summen für ein System ausgeben, dessen Potential nicht sicher ausgeschöpft werden kann

Eine typische webbasierte Lösung

Webbasierte Lösungen sind erwachsen geworden und erfahren mehr und mehr Akzeptant. Sie bieten folgende Vorteile:

  • Es gibt Sicherheit auf der höchstmöglichen Ebene
  • Sie brauen keine(n) eigenen Server
  • Implementierungskosten und -zeiten sind bedeutend kleiner
  • Viele nutzen eine monatliche Gebühr, so dass Sie nicht an langfristige Verträge gebunden sind
  • Sie haben Zugriff über einen Webbrowser, so dass Sie vom PC, Tablet oder sogar Smartphone auf Ihre Daten zugreifen können
  • Der Zugriff ist Betriebssystem-Unabhängig. Egal ob Sie Windows, Linux, Mac OS oder ein anderes Betriebssystem nutzen
  • Somit können Sie von überall auf Ihre Daten zugreifen. Ob von unterwegs, Übersee oder während einer Geschäftsreise
  • Sie haben keine zusätzlichen Kosten, wenn andere Fillialen ebenfalls auf die Daten zugreifen wollen
  • Aktualisierungen werden aufgespielt, sobald sie verfügbar sind

Dürfen wir nochmals auf unseren Artikel zu Bestandsführung gegenüber Bestandsaufnahme hinweisen, um ihn mit den Informationen aus diesem Beitrag in Verbindung zu bringen?

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.